
Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Aber heute ist der Tag der Wahrheit, ich mache mich ans Werk. Unter den roten Pfeilen sind 2 Schrauben mit Unterlegscheibe und Sicherungsring. Natürlich rucki - zucki die Schrauben gelöst und die ganze Technik in die Spüle geworfen.
Jetzt alles mit der modernen Technik der Spüle mit Schlauchsprüheinrichtung ( wie in der Autowäsche die Radwäsche ) alles fein säuberlich mit feinem aber hartem und heißem Wasserstrahl gereinigt. Alle, auch die kleinsten Brotkrümel sausten in den Abfluss.
Und nu ? Trocknen muss man die Teile - aber wie. Mien Froo hett eenen Fön, nur wo wird der aufbewahrt. Da sie beim Sport ist ( montags haben alle Rosengartenfrauen Sport ), muss ich suchen. Ich hab wohl das ganze Haus abgesucht und nach langer Zeit wurde ich im Badezimmerschrank fündig. Wo sonst soll er auch liegen ?
Gleich volles Rohr mit
großer Hitze und trocken war die ganze Geschichte in wenigen
Minuten.
Speiseöl hab ich genommen, kein Maschinenöl und alle Teile
gängig
gemacht. Aber nu, die Schrauben mussten von unten eingesteckt werden
und von oben konnte ich tscha nur kieken. Bleib ganz ruhig, sagte ich
mir nach etwa 15 Minuten, als ich glaubte, die erste Schraube wollte
gerade anfassen. Nix da, die zweite Schraube fiel mit einem leisen
Klack auf den straßenkötergrauen
Fußboden. Gesucht und gesucht.
Hans gibt in solchen Fällen nie auf und plötzlich hatte ich
sie in der
Hand.
Wat ein Glück, neuer Versuch und wieder ein Klack, nur wesentlich
leiser. Die ganz
lütje dünne Sicherungsscheibe war runtergefallen. Wieder
gesucht
- noch viel länger gesucht, bis ich sie endlich hatte.
Langsam
wurde ich nervös und plötzlich war meine linke Hand in das
unheimlich
scharfe Messer geraten. Mannomann, das hat mir noch gefehlt, wo liegen
denn nur unsere Hansapflaster ?
Schließlich
gefunden
und Notverband angebracht. Weiter, deutscher Seemann gibt nicht
auf. Kurz gesagt, ich bekam einfach die Schrauben nicht in die
Löcher und wenn, dann lag der Sicherungsring oder die
Unterlegscheibe
irgendwo auf dem Fußboden.
Das ganze nochmal,
wieder mit der Hand ins Messer, diesmal rechts und das gleich neben der
Hauptschlagader. Mir wurde ganz anders. Ich hab mich erstmal hingesetzt
und Richterin Barbara Salesch gekiekt, da werden meist unsittliche
Männer
vorgeführt. Mitbekommen habe ich von der ganzen Verhandlung aber
nix,
hab immer an meine beiden Schrauben gedacht.
Morgen kommt mein Bruder zu Besuch, soll ich vielleicht so lange damit warten ? Er ist mindestens 8 Jahre jünger als ich, und das macht sich doch bemerkbar.
Nix da, im vergangenen Frühjahr wollte Hapag Lloyd mich noch auf einen ihrer Container einsetzen und Wasserski lauf ich ja auch noch und jetzt scheitere ich an der Brotmaschine. Neeee, alles nochmal von vorn und dann klappte es endlich.
Dann kam > " SIE " < nach dem ersten Probeschnitt, sagte meine Frau, " die geht noch genauso schwer wie vorher ". " OK , morgen kaufen wir ne neue Brotmaschine ". Meine schweren äußeren & inneren Verletzungen wurden nicht weiter diskutiert. -